Das Land mit 7107 Inseln

Eindrücklich oder? Eine Freundin und ich verbrachten ganze drei Wochen auf den Philippinen. Das Land eignet sich perfekt für erste Backpacker-Erfahrungen. Praktisch jeder redet Englisch, du reist von Insel zu Insel, kannst Extremsportarten ausleben aber zugleich auch Erholung geniessen und eins hast du dabei immer: Spass!

Palawan- El Nido

Wir hörten schon im Voraus, dass Palawan zu einer der schönsten Inseln auf der ganzen Welt gehört. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir nicht so viel aus diesen Worten gemacht und flog von Manila direkt auf die Insel. Es haute mich um! Das Städtchen in El Nido war süss und überhaupt nicht so touristisch, wie ich mir das vorstellte! Und was kannst du in El Nido tun? Island Hopping! Da startest du vormittags in ein Boot und fährst von Insel zu Insel. Auf jeder Insel siehst du Wunderschönes und hast etwas Zeit um baden zu gehen und Fotos zu machen. Was erwartet dich in El Nido? Einen wunderschönen Ausblick auf die Insel, wenn du auf den Berg trekkst, was wir leider aufgrund des Wetters nicht tun konnten. Du siehst Felsen mitten im glasklaren Wasser. Auf diesem Wasser kannst du Kanu fahren, um selber dieses Wunder der Natur zu erkunden. Des Weiteren bekommst du auf den Island Hopping-Touren immer eine Ausrüstung zum Schnorcheln. Die Unterwasserwelt in El-Nido ist atemberaubend.

Du kannst in El Nido ein Motorrad mieten und damit sehr gut herumreisen und die Insel erkunden. Am Abend empfehlen wir dir, an den Strand zu gehen und dort zu essen. Die Preise sind angemessen und du kannst dein Abendessen bei einem Sonnenuntergang geniessen. Falls du danach noch Lust hast, etwas zu unternehmen, kannst du gerne in die Karaokebar gehen. Du musst natürlich nicht singen, jedoch empfanden wir es als sehr spassig. Du musst übrigens kein Popstar sein, um dich dort nicht zum Affen zu machen. Niemand kümmert sich eigentlich darum und die Philippinos haben Freunde, wenn ein/e Ausländer/In, mit dem Mikrofon in der Hand, einen Song performt.

Wir blieben 5 Tagen in El Nido, konnten aber sicherlich noch länger bleiben. Wir hatten sehr viel Spass und du lernst unglaublich coole Menschen kennen.

 

Unterkunft: Our Melting Pot
Gut zu wissen: Für Island Hopping lohnt sich halt immer eine Unterwasserkamera zu kaufen, damit du die Unterwasserwelt als Erinnerung auf einem Foto hast. Ansonsten kannst           du auch eine wasserfeste Hülle für dein Handy besorgen. Es ist allgemein wichtig, dass du wasserdichte Sachen besitzt, wie zum Beispiel eine wasserdichte Tasche.

Cebu

Es ging von Palawan mit dem Flugzeug direkt weiter nach Cebu, eines der grössten Städten auf den Philippinen. Es war allerdings der Hammer! Wenn du dich nach Hochhäusern sehnst und du Lust hast shoppen zu gehen, dann lohnt sich ein Stopp in Cebu. Natürlich ist Shopping und Hochhäuser-Besichtigungen nicht das Einzige, was du tun kannst. Es gibt eine Tour, die dich morgens in deinem Hostel oder Hotel abholt und dich nach Oslob bringt, wo du die Möglichkeit hast, mit Walhaien zu schwimmen. Keine Angst, das sind absolut friedliche Tiere, du darfst ihnen einfach nicht zu nahe kommen. Wenn du Ausländer bist, dann musst du noch 500 Pesos (10 Schweizer Franken) mehr bezahlen, um mit den Walhaien zu schwimmen. Das nervte uns natürlich! Zum Glück wurden wir im Voraus gewarnt und haben uns für eine märchenhafte Geschichte vorbereitet: Wir gaben uns als Filipinos aus. Bei meiner Freundin war das noch glaubhaft, denn sie ist wirklich halb Filipina, jedoch bei mir war es ein Wunder, da ich extrem europäisch aussehe. Auf jeden Fall ist es möglich, die zusätzlichen 500 Pesos zu sparen. Das Schwimmen mit den Walhaien war schön und dieses Erlebnis können wir auch nur weiterempfehlen. Erwarte einfach keine Idylle dort, denn Walhai-Touren sind sehr begehrt und daher gibt es enorm viele Touristen. Weiter ging es dann zu einem Wasserfall. Ich habe wirklich schon sehr viele Wasserfälle gesehen, doch dieser war einer der schönsten! Du kannst unglaublich gute Fotos machen und es ist auch nicht so überfüllt mit Touristen. Ausserdem kannst du dort auch Baden. Das Wasser ist erfrischend kühl. Nach dem Wasserfall gingen wir zu einer Kirche. Das Gebäude sah eher aus wie ein Schloss als eine Kirche; es war wirklich riesig. Es ist spannend zu sehen, wie die Filipinos zu der Religion stehen und die Stimmung in der Kirche war beruhigend. Ein Besuch lohnt sich daher sehr. Noch kurz als Anmerkung: Wenn du die Kirche besuchen willst, dann müssen die  Schultern und Beine bedeckt sein. Leggings sind des Weiteren auch nicht erlaubt, nur, wenn du ein langes T- Shirt oder ein Kleid anhast.

Übrigens bauen sie in Cebu ein zweites „Silicon Valley“. Wir waren dort essen, ganz gediegen und chic, also ein Besuch lohnt sich.

 

Unterkunft: Tropical Hostel
Gut zu wissen: Viele Taxifahrer hatten leider keine Ahnung, wo sie hinmussten. Habe also stets auch die Adresse deines Zielortes bereit. Bei uns kam es zu einem Moment, da wurden wir von unserem Taxifahrer mitten in der Strasse rausgeworfen, da er den Weg nicht kannte, obwohl er anfangs behauptete, er wüsste ihn.

"It's more fun in the philippines!"

Carla Elisa Tellenbach

Bohol

Es ging mit dem Boot von Cebu nach Bohol. Wenn jemand dir sagt, die Bootsfahrt würde 8 Stunden gehen, dann wirst du angelogen, denn es ging nur 2 Stunden. Bohol war für mich paradiesisch. Der Strand war atemberaubend, die Atmosphäre gut und erholend. Manchmal fühlte ich mich beinahe, als wäre ich irgendwo in Südamerika. Dort liessen wir es uns gut gehen: Wir liessen uns massieren am Strand und assen anschliessend auch am Strand. In Bohol kann man ebenfalls Island Hopping machen. Zudem bietet sich bei dieser Island Hopping die Möglichkeit an, auch Delfinen zu sehen. Die Tour konnten wir leider nicht machen, jedoch entschieden wir uns, am Abend die Firefly-Tour zu machen. Schon immer war es eines meiner Träume, Glühwürmchen mitten in der Nacht zu betrachten. Dieser Traum wurde mir in Bohol endlich erfüllt. Wir gingen mit dem Boot in der Nacht auf das Wasser, wo wir Bäume sahen, welche übersät mit Glühwürmchen waren. Die Stimmung war magisch und märchenhaft. Leider musste man beinahe eine Filmkamera haben, damit man ein Foto von den mit Glühwürmchen beleuchtenden Bäumen machen konnte.

Am nächsten Tag gingen wir zu den Chocolate Hills. Zuvor hatte ich viele Fotos davon gesehen und ich wollte unbedingt hin, auch wenn es etwas weit entfernt war von Bohol (Mit dem Motorrad etwa 1-2 Stunden). Die Fahrt lohnte sich auf jeden Fall! Wenn du in Bohol bist, musst du unbedingt die süssen Koboldmakis sehen. Noch nie habe ich so süsse kleine Tiere gesehen, mit so grossen Augen. Ich würde sicherlich wieder nach Bohol gehen, einfach nur schon, weil du dort die Möglichkeit hast, Vieles zu erleben und zu sehen. Leider hatten wir nur zwei Tage in Bohol, ich würde dir jedoch empfehlen, etwas länger dort zu bleiben.

 

Unterkunft: Sea Breeze Hostel
Gut zu wissen: Auch in Bohol kannst du sehr gut ein Motorrad mieten. Du wirst von Tour-Angeboten nur so überrollt, daher musst du vorsichtig sein und immer versuchen, den besten Preis herauszuholen.

Butuan – Nasipit 

Von Bohol aus, gingen wir mit dem Schiff in den Süden. Wir hörten Einige sagen, dass der Süden im Moment, aufgrund von Terroranschlägen, abzuraten sei. Da jedoch die Familie meiner Freundin von der Insel Mindanao kommt und wir sie besuchen wollten, gingen wir trotzdem hin. Butuan war übrigens nie betroffen von Anschlägen. Wenn du weg möchtest von den Touristen, dann gehe nach Butuan. Dort kannst du sehen, wie die Einheimischen leben und bekommst einen völlig anderen Einblick in das philippinische Leben. Von Butuan machten wir einen Ausflug zum Entchanted River in Surigao del Sol. Entchanted ist englisch und bedeutet: verzaubert. Und das war dieser kleine See auch. Das Wasser war so klar, dass man wirklich tief ins Wasser sehen konnte. Natürlich hatten wir auch da wieder die Möglichkeit zu schwimmen und wir empfehlen es dir sehr! Um genau 12 Uhr werden die wunderschönen Fische dort gefüttert. Ein ebenfalls schöner Anblick.
Auch in der Region Butuan gibt es hübsche Strände. Natürlich sind die Strände nicht mit den Stränden von Bohol oder El Nido zu vergleichen. Was mit jedoch an den Stränden in Butuan gefiel, war, dass wirklich Einheimische zu sehen waren. Du siehst Jugendliche, die nach der Schule dort abhängen oder aber auch Familien. Ich spielte Volleyball mit Einheimischen und hatte enorm spass dran, obwohl viele von denen eher schlecht Englisch sprechen. Du bist dort wirklich befreit von jeglichem Tourismus, was ich sehr genoss.

 

Unterkunft: Im Haus von der Familie meiner Kollegin.
Gut zu wissen: Wenn du nicht asiatisch aussiehst, dann musst du damit rechnen, angestarrt zu werden. Keine Angst! Die Blicke sind nicht pervers oder ablehnend. In Butuan und Nasipit gibt es kaum Touristen, weshalb sie sich sehr freuen, einen zu sehen.

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