Das Ferienparadies im indischen Ozean

Im Sommer 2016 bereiste ich mit meiner Schwester die bekannte indonesische Insel Bali, deren weniger bekannte Nachbarsinsel Lombok und die kleine Insel Gili Air. Wir machten die Reise in einer kleinen Reisegruppe von 12 Personen, welche von Intrepid Travel organisiert wurde.

Im Gegensatz zu den meisten südost-asiatischen Ländern ist die Regenzeit von Bali in unserem Winter. Somit ist die beste Reisezeit von April bis September.

Ubud

Wir kamen bereits einen Tag vor dem offiziellen Tour-Start in Ubud an. Die Autofahrt vom Flughafen nach Ubud sollte eigentlich ca. eine Stunde dauern, bei uns dauerte es aber 3 Stunden wegen eines Stau. Wir kamen also ziemlich erschöpft im Hotel an und entschieden uns den Rest des Nachmittags kurz die Strassen um das Hotel herum zu erkunden und dann den Pool zu geniessen.

Am nächsten Tag besuchten wir die wahrscheinlich grösste Touristenattraktion von Ubud: den Monkey Forest. Dies ist eine Tempelanlage mitten in Ubud, welche von unzähligen Makaken bewohnt ist. Diese Affen sind sehr zutraulich und man kann in der Parkanlage Bananen kaufen und die Affen damit füttern. Wir haben dies jedoch nicht gemacht, da die Affen schnell aggressiv werden, sobald sie das Gefühl haben, zu wenig davon zu bekommen.

Die Tempelanlage lohnt sich auch, wenn man kein grosser Affenfan ist: Die Anlage ist wunderschön und an einigen versteckteren Orten sieht es auch wie mitten in einem Urwald aus.

Am nächsten Tag startete die geführte Reise. Wir fuhren in einem heruntergekommenen Kleinbus (der Tachometer funktionierte nicht mehr) ca. 15 Minuten heraus aus Ubud. Wir waren nun mitten in Reisfeldern. Ich sah hier Reisfelder zum ersten mal und ich fand es sehr schön. Nach einer kurzen Stärkung in einem Warung mit Aussicht über die Reisfelder, startete unsere kleine Wanderung über den Campuhan Ridge Walk. Und mit kleinen Wanderung meine ich auch wirklich klein: Der Campuhan Ridge Walk ist etwa 2 km lang und am Ende davon wurden wir auch schon wieder vom Kleinbus abgeholt und zurück ins Zentrum von Ubud gebracht. Wir konnten den Puri Saren, den Königspalast, besichtigen. Dieser ist jedoch nur teilweise zugänglich, da die Mitglieder der Fürstenfamilie immer noch hier wohnen.

Vor dem Abendessen besuchten wir eine Kecak-Vorführung. Bei dieser Tanzaufführung, singen und tanzen sich die Personen in eine Trance. Ich fand dies ein sehr spannendes Erlebnis, denn einer der Tänzer war so in Trance, dass er über Glut gehen konnte.

Unterkunft: Artini 2 Cottages

 

Sidemen

Bevor wir in Sidemen angekommen sind, machten wir eine kleine Fahrradfahrt. Der Weg führte etwa 2,5 Stunden lang durch kleine Dörfer und an Reisfeldern entlang. Es gab immer wieder Pausen, in welchen wir viel über das Leben in diesen Dörfern lernten und Fotos schiessen konnten.

Sidemen ist ein Dorf, welches in der Nähe von Balis höchstem Berg dem Mount Agung liegt.

Wir machten einen Morgenspaziergang durch Sidemen und konnten eine Weberei anschauen. Zum Mittagessen gab es ein traditionelles Essen, bei welchem Reis, scharfes Fleisch und Gemüse in einem Palmenblatt eingewickelt wurde und Bungkus genannt wird.

Unterkunft: Teras Bali Sidemen

Mount Batur

Mount Batur ist ein 1’717 Meter hoher Vulkan, welchen wir um 3 Uhr Morgens besteigen wollten. Das Ziel war es noch im Dunkeln die Spitze zu erreichen, damit man den wunderschönen Sonnenaufgang beobachten kann.  Der Aufstieg ist sehr steil und man läuft in einer Touristen-Schlange hoch.

Ich habe es leider nicht bis hoch geschafft, da ich mit einer Lebensmittelvergiftung ins Hotel zurückkehrte. Laut meiner Schwester hatte es leider ein paar Wolken, welche vor der Sonne standen. Deshalb war der Sonnenaufgang nicht ganz so imposant wie erwartet.

Lovina

Lovina ist eine kleine, aber recht touristische Stadt am Meer, welche für die Delfine, welche am Strand patrouillieren, bekannt ist.

Auf dem Programm stand Schnorcheln im Menjangan Island Reef. Ich war sehr aufgeregt, denn ich habe noch nie geschnorchelt und um ehrlich zu sein habe ich auch etwas Angst vor dem tiefen, offenen Meer.

Nachdem alle mit dem passenden Equipment ausgerüstet wurden, ging es in einem kleinen Boot zu der Menjangan Insel. Das Riff, welches vor dem Strand der Insel liegt, ist wegen der Erderwärmung leider schon recht verblichen, jedoch hat es immer noch farbenfrohe Fische.

Mir hat das Schnorcheln sehr gefallen und während man dort den Kopf unter Wasser hat, fühlt man sich wie in einer anderen und ruhigeren Welt.

Am Abend kochte eine balinesische Frau für unsere Reisegruppe und es war ein richtiges Festmahl! Es hatte etwa 10 verschiedene Gerichte, welche alle traditionell balinesisch (ausser ohne Chili) waren. Gegessen haben wir an einem grossen Tisch draussen am Strand vor ihrem Haus.

Unterkunft: Angsoka Hotel

Bedugul

In der Nähe von Bedugul, einem kleinen Dorf in den Bergen, befindet sich die wohl berühmteste Tempelanlage von Bali: Pura Ulun Danu Bratan. Trotz der vielen Besucher, hat man einen guten Blick auf den, im See schwimmende, Tempel.

Wir besuchten noch den grössten Botanischen Garten von Bali, welcher ebenfalls in Bedugul liegt. Ich fand ihn hübsch, jedoch gehört er für mich nicht auf die Liste der Dinge, die man in Bali unbedingt gesehen haben muss. Hat man aber genügend Zeit, dann kann man dort gut einen halben Tag lang herumstreifen und die unterschiedlichsten Pflanzen betrachten.

Unterkunft: Strawberry Hill Hotel

Sanur

Sanur gehört wieder zu den bekannteren Orten und ist dementsprechend auch touristisch. Die Stadt liegt am Meer und hat am Strand entlang viele verschiedene Restaurants und Bars.

Unterkunft: Segara Agung

Hinweis:

  • Bei der Besichtigung von Tempeln müssen die Schultern und Beine von Männern und Frauen bedeckt sein. Bei den meisten Tempeln kann man aber einen Sarong (balinesisches Wickeltuch) für den Besuch ausleihen. Zudem kann man an jedem Markt einen Sarong, für meist wenig Geld, kaufen. Diese Tücher kann man später auch als Strandtuch verwenden.
  • Bei jedem Reiseführer heisst es, dass man ein 30-Tage-Visa bei der Einreise für US$ 35 erwerben muss. Wir schafften es irgendwie ohne ein solches Visa durch die Einreise, jedoch ist es sicher empfohlen, das Geld griffbereit zu haben, denn man muss es sofort und bar bezahlen.

Equipment

Beim Reisen in Bali benötigt man nicht sehr viel Equipment. Das wichtigste ist leichte Kleidung und für alle Fälle einen Regenschirm. Für die Wanderung auf den Mount Batur benötigt man gute Schuhe und falls man hat eine Stirnlampe oder Taschenlampe, da man noch im Dunkeln den Weg antritt.
In den höher gelegenen Orten ist es auch von Vorteil, wenn man ein paar lange Hosen und einen warmen Pullover dabei hat.

Nice to know

Währung: indonesische Rupiah IDR. 10’000 IDR = 0.72 CHF (Stand: Oktober 2017)

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